Michael Wilhelm's Homepage
BrennereienLogo Michael Wilhelm
Sie befinden sich: HomeBranntweinVerschlussbrennereien

Der Staat überwacht

VerschlußbrennereiVerschlussbrennerei

 

 

Überwiegende Herstellung

Grundsätzlich ist wegen des Branntweinmonopols jeder hergestellte Branntwein abzuliefern und deshalb auch unter Verschluss herzustellen, damit dem Staat nichts verloren geht. Ab dem Zeitpunkt, in dem die Destillation beginnt, bis zur Branntweinabnahme sind alle Zugänge amtlich gesichert (Zollschnur und Zollplomben). Eine Verletzung dieser Sicherungsmaßnahmen wäre Siegelbruch und damit strafbar, unabhängig davon ob nicht weitere Strafen darauf folgen (Steuerhinterziehung u.a.).

Wie heißt es doch so schön: "Kein Grundsatz ohne Ausnahme"!
Natürlich hat es schon zu Beginn des Branntweinmonopols solche Ausnahmen gegeben. So müssen Obstbrennereien und Abfindungsbrennereien nicht abliefern. Es gibt noch andere Ausnahmen (z.B. Bier), die aber jetzt nicht weiter erläutert werden.

Abfindungsbrennereien gelten darüber hinaus als nicht verschlusssicher. gesicherte BrennblaseDas brauchen Sie auch nicht, da sie pauschal über die Ausbeutesätze versteuert werden. Dennoch werden die Brennblasen der Abfindungsbrennereien in der sogenannten betriebslosen Zeit (in der keine Abfindungsanmeldung vorliegt) amtlich, wie auf dem Foto sichtbar, gesichert. Das macht sie aber nicht verschlußsicher, denn dort soll verhindert werden, dass Branntwein an irgendeiner Stelle unbefugt entnommen werden kann. Deshalb brennen alle anderen Brennereien unter Verschluss. Die Verschlußsicherheit wird dabei mindestens einmal jährlich bei einer Verschlußprüfung überwacht.

Brennereiklassen

Es gelten die drei Brennereiklassen wie bei den Abfindungsbrennereien erklärt. Bei den landwirtschaftlichen Brennereien besteht jedoch ein Unterschied. Hier darf vorhandenes Obst nur im Zwischenbetrieb (10% des regelmäßige Brennrechts bis maximal 50 lA) hergestellt werden. Außerdem ist hier ein sogenannter "Schlempekreislauf" vorgeschrieben. Das alles zu erklären würde zu weit führen. Sie unterscheiden sich aber ebenfalls aufgrund der Rohstoffe aus denen Branntwein hergestellt wird.

Brennrecht

Jede Brennerei ist zu einem Brennrecht veranlagt worden. Sie hoch das ist und wie es errechnet wird, wäre hier nur mit umfangreicheren Informationen zu vermitteln. Dieses Brennrecht jedenfalls wird regelmäßiges Brennrecht genannt. Gewerbliche Brennereien sind aus dem Monopol ausgeschieden. Sie haben kein Brennrecht mehr, dürfen aber nach wie vor Branntwein herstellen, müssen diesen aber selbst vermarkten. Da nicht nur ein Ablieferungszwang, sondern auch ein Recht darauf besteht, wird jedes Jahr vom früher so bezeichneten "Gewerbeausschuss" (Vertreter des Bundesminister der Finanzen, Spirituosenindustrie, Bauernverband usw.) ein Jahresbrennrecht festgelegt. Dieses Jahresbrennrecht wird in % des regelmäßigen Brennrechts ausgedrückt.

Arten der Abfertigung

Grundsätzlich erfolgt die Erfassung des Branntweins einer Verschlussbrennerei durch eine Branntweinabnahme. Diese wiederum erfolgt in der Regel über eine Gewichtsabfertigung.LKW Abnahme Dabei wird das Reingewicht des abgefertigten Branntweins ermittelt und nach dem Spindeln der Alkoholgehalt festgestellt. Dann kann über eine amtliche Tabelle die reine Menge lA ermittelt werden.
Sofern ein Meßkammertankwagen zur Verfügung steht, kann auch über das Volumen die reine Menge lA ermittelt werden, da in den Kammern eine Temperaturanzeige zur Umrechnung vorhanden ist und das Volumen beim Einfüllen erfasst wird.

Für den abgenommenen Branntwein erhält die Brennerei ein Übernahmegeld, das gemeinsam mit dem Jahresbrennrecht für ein Betriebsjahr festgelegt wird. Dabei gibt es je nach Art der Brennerei Betriebszuschläge /-abzüge.

Kein Grundsatz ohne Ausnahme (siehe oben!). Da nicht immer abgeliefert werden muss, gibt es auch amtliche Meßuhren über die dann die dort durchgeflossene Menge abgelesen werden kann. Eine Durchschnittsprobe jeder Destillation wird dabei in einem Probensammler aufgefangen und kann dann zur Bestimmung des Alkoholgehalts gespindelt werden. Es gibt auch Meßuhren, die nicht nur den reine Durchfluss, sondern über technische Einrichtungen auch gleich die durchgeflossenen lA anzeigen. Der durch die Meßuhren gelaufene Branntwein gelangt sofort in den freien Verkehr, da man die lA auch nachträglich bei der Branntweinabnahme nachvollziehen kann. Der Brennereibesitzer kann also auch sofort damit machen, was er will. Deshalb ist auch eine regelmäßige Meßuhrprüfung durch das Bundesmonopolamt vorgeschrieben.

Extern

Wer mein Interesse am ÖPNV gesehen hat, wird sich nicht wundern, dass es da noch mehr gibt, z.B. Bahnsimulation.

Das Programm von Jan Bochmann benötigt Netze. Nicht nur meine eigenen dazu erstellten, sondern über 1400 Netze zu BAHN gibt es im JBSS-Archiv.

Wer gesund bleiben will, muss Sport treiben. Dazu gibt es Gelegenheit beim Lauftreff im Marienbergpark Nürnberg.

Einige Seiten habe ich auch für gute Bekannte von mir gemacht. Diese werden gewerblich verwendet und daher erfolgt von dieser Stelle aus kein Link dazu.

  Anfang der SeiteSeitenanfang | Impressum | Site Map | Disclaimer | Kontakt | ©2000-2016 Michael Wilhelm, Nürnberg

Valid XHTML 1.1 CSS-Standard